Berufswelten Energie & Wasser: Fortbildung zum Techniker
Berufswelten Energie & Wasser: Fortbildung zum Techniker

Techniker in der Energie- und Wasserwirtschaft

Fachkenntnisse erwerben und Aufstiegs-Chancen nutzen

Als berufstätiger Facharbeiter haben Sie eine interessante Fortbildungs-Möglichkeit: Sie erlernen einen der fünf folgenden Technikerberufe, erwerben in Ergänzung zu Ihrem erlernten Ausbildungsberuf Zusatzqualifikationen und sichern sich damit Karriere-Chancen in der Energie- und Wasserwirtschaft.

Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker befähigt Fachkräfte mit Berufserfahrung, Aufgaben im mittleren bis gehobenen Management zu übernehmen.

Dabei wird auf den Kenntnissen und Fähigkeiten aus der beruflichen Erstausbildung sowie auf den Erfahrungen der beruflichen Tätigkeit aufgebaut. Eine enge Orientierung an der betrieblichen Praxis ist ebenfalls gegeben.

Während der Weiterbildung wird u. a. Verfahrenswissen vermittelt, das dazu befähigt, komplexen Aufgaben im Beruf kompetent und professionell gerecht zu werden. Neben der Vertiefung des Fachwissens wird auch auf die Vermittlung von Management-Kompetenzen Wert gelegt. Dazu gehören z. B. Mitarbeiterführung, Teamarbeit, Orientierung an Kundenbedürfnissen, effektive und kostenbewusste Gestaltung von betrieblichen Abläufen.

  • Techniker/in Umweltschutz-Technik

    Als Techniker für Umweltschutztechnik sind Sie für die Durchführung technischer Maßnahmen zuständig, die dem Umweltschutz dienen. Diese Maßnahmen sollen die Luft, die Gewässer und den Boden vor Schadstoffen schützen.

    Hierzu gehören auch Lärm-, Erschütterungs- und Strahlenschutz-Maßnahmen. So messen und berechnen Sie z. B. die Belastungen durch Abgase und Feinstaub, Lärm oder Radioaktivität.

    Sie sind auch für die Überwachung und Wartung von umwelttechnischen Anlagen zuständig, beraten deren Betreiber oder wirken bei der Entwicklung solcher Anlagen mit. Um z. B. Abfälle zu vermeiden, entwickeln Sie umweltfreundliche Verfahren und Produkte.

    Die Einhaltung und Umsetzung der rechtlichen Regelungen zum Umweltschutz haben bei Ihren Tätigkeiten oberste Priorität.

  • Techniker/in Umweltschutz-Technik (erneuerbare Energien)

    Als Techniker für Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien, Energieberatung und ökologische Energieverwendung beschäftigen Sie sich mit der Entwicklung und Anwendung von Wind, Solar- und Wasserstoff-Technologien. Sie arbeiten bei der Montage von Anlagen mit und nehmen spezielle Software zur Anlagensteuerung in Betrieb. Zudem kümmern Sie sich um die Überwachung von Produktionsabläufen, erstellen Kostenaufstellungen und -abrechnungen. Interessenten und Kunden beraten Sie kompetent über die technische Realisation von ökologischen Energiesystemen und erstellen bei Bedarf Konzepte zur rationellen Nutzung erneuerbarer Energieträger.

  • Techniker/in Umweltschutz-Technik (Labortechnik)

    Nach der Fortbildung zum Techniker für Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt Labortechnik können Sie Untersuchungen im Rahmen von Umweltschutzmaßnahmen durchführen. Dazu gehören Emissions­- und Immissionsmessungen sowie die Erstellung von Messreihen über die Schadstoffbelastung der Luft oder von Gewässern. Mittels chemischer Analyseverfahren untersuchen Sie Boden­- und Ge­wässerproben. Außerdem führen Sie Lärmmessungen durch. Ihre Tätigkeit im Labor umfasst die Auswertung und Dokumention von Mess­- und Analy­seergebnisse. Sie überwachen, kontrollieren und warten um­welttechnische Anlagen. Die Betreiber dieser Einrichtungen beraten Sie, z. B. bei der Entwick­lung umweltfreundlicher Anlagen, Verfahren und Produkte.

  • Techniker/in Umweltschutz-Technik (Verfahrenstechnik)

    Als Techniker für Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik entwickeln und überwachen Sie Produktions- und Entsorgungsanlagen oder planen Lärmschutz-Maßnahmen. Die Rauchgasreinigung ind Verbrennungs- und Großfeuerungsanlgen spielt eine wichtige Rolle beim verfahrenstechnischen Umweltschutz. Ihre Aufgabe ist es dabei, technische Anlagen und Verfahren so zu gestalten, dass die Umweltbelastung auf ein Minimum verringert wird. Sie erarbeiten Konzeptionen z. B. zum verfahrenstechnischen Vorgehen bei der Sanierung von Altlasten, bei der Grundwassersicherung oder Schadstoff-Entsorgung. Hierfür führen Sie die notwendigen Messungen und Untersuchungen durch. Zudem können Sie Beratungsaufgaben in der öffentlichen und privaten Abfallwirtschaft sowie im Landschaftsschutz übernehmen.

  • Techniker/in Umweltschutz-Technik (Wasserver- und -entsorgung)

    Nach der Fortbildung zum Techniker für Umweltschutztechnik mit dem Schwerpunkt Wasserversorgung und Abwasserentsorgung steuern, überwachen und warten Sie die jeweiligen Betriebsanlagen zur Wassergewinnung, ‑aufbereitung und ‑verteilung. Sie wirken auch bei der Planung und Optimierung von technischen Anlagen und Verfahren mit. Zudem nutzen Sie Mess- und Prüfverfahren, um z. B. die Wasserqualität zu überwachen oder den Wassergebrauch zu ermitteln. Auch die Organisation des Material- und Personaleinsatzes, Verhandlungen mit Wasserrechtsbehörden, die Kundenberatung oder die Kanalnetz-Kontrolle gehören als staatlich geprüfter Techniker zu Ihren Aufgaben.