Best Practice für Ihr Unternehmen

Als Best Practice bezeichnet man Verfahren oder Lösungsansätze aus der betrieblichen Praxis, die zu vorbildlichen oder herausragenden Ergebnissen führen. Diese Verfahren dienen als Vergleichsobjekte zur Verbesserung der Prozesse und Organisation im eigenen Unternehmen. Dabei ist man nicht auf typische Herangehensweisen oder Unternehmen des eigenen Industriezweigs beschränkt. In einigen Branchen hat sich diese Methode bereits als Optimierungsmaßnahme etabliert.

In dieser Rubrik finden Sie Best Practice-Beispiele für typische betriebliche Herausforderungen. Orientieren Sie sich an bereits bewährten Maßnahmen und nutzen Sie diese für Ihr Unternehmen.

  • Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt
    Teilnehmer der berufsqualifizierenden Maßnahme des Stadtwerkeprojektes (Quelle: Stadtwerke München)

    Die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt schafft langfristige Perspektiven für Arbeitgeber und Arbeitnehmer:

    • Der Antritt einer qualifizierten Ausbildung und/oder Festanstellung verhilft Flüchtlingen zu finanzieller Eigenständigkeit und unterstützt die Eingliederung in die Gesellschaft.
    • Arbeitgeber profitieren von der frühzeitigen Einbindung zukünftigen Fachpersonals in ihren Betrieb und leisten einen humanitären Beitrag zur Integration von Flüchtlingen.
    • Langfristig amortisieren sich die Ausbildungskosten von Flüchtlingen nach zwei Jahren; nach zehn Jahren ergibt sich aus der nachhaltigen Integration eines Geflüchteten in den Arbeitsmarkt eine Gesamtersparnis von 160.000 Euro.

    Die Initiative JOBLINGE Kompass ist der Ausbau des klassischen JOBLINGE-Programms mit zusätzlicher Unterstützung bei der sprachlichen Qualifizierung und der Bewältigung bürokratischer Hürden. Das Programm richtet sich an mittel- bis geringqualifizierte Flüchtlinge im Alter von 18 bis 25 Jahren.


    Das Stadtwerkeprojekt der Stadtwerke München (SWM) bringt in Kooperation mit dem Verein Spectrum e. V. und dem Stadtjugendamt München 13 junge Geflüchtete in einem Jahr zur Ausbildungsreife. Die Teilnehmer werden zunächst beim Spracherwerb unterstützt und absolvieren anschließend Berufspraktika in drei Partnerunternehmen der Stadtwerke. Die Ausbildungsqualifizierung ist auf die Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis angelegt.


    Sprachliche Hürden überwinden: Ein wichtiger Bestandteil der Integration in einen Betrieb ist die Unterstützung des Spracherwerbs von Geflüchteten, die Deutsch als Zweitsprache erlernen. Hierzu gehören die Rücksichtnahme auf sprachliche Herausforderungen sowie die Sprechförderung beim Erlernen der brancheneigenen Fachsprache. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) hat einen Leitfaden vorgelegt, der typische sprachliche Hürden aufzeigt und Vorschläge zur Überwindung dieser Schwierigkeiten anbietet.

  • Initiativen gegen Arbeitslosigkeit Jugendlicher und junger Erwachsener
    Gruppenprojekt im Joblinge-Programm (Quelle: Joblinge)

    Dank verschiedener Initiativen gegen Jugendarbeitslosigkeit erhalten Jugendliche mit erschwerten Startbedingungen reelle Chancen, sich langfristig in den Arbeitmarkt zu integrieren und wirtschaftlich unabhängig zu machen.

    Folgende Maßnahmen zielen jeweils auf die Ausbildung zur Fachkraft ab:

    Die Stadtwerke München (SWM) bilden in Kooperation mit dem Verein Spectrum e. V. und dem Stadtjugendamt München das Stadtwerkeprojekt, welches arbeitslosen Jugendlichen/jungen Erwachsenen neben einem Ausbildungsplatz im gewerblich-technischen Bereich auch sozialpädagogische Unterstützung sowie gegebenfalls eine Unterbringung während der Ausbildung bietet. Ziel ist es, die Auszubildenden nach dem erfolgreichen Abschluss in ein festes Arbeitsverhältnis bei den Stadtwerken München zu übernehmen.

    Die Initiative JOBLINGE unterstützt Jugendliche dabei, sich eigenständig einen Ausbildungsplatz zu erarbeiten. Neben der Vorbereitung auf und Vermittlung von Bewerbungspraktika erhalten die Joblinge sozialpädagogische Betreuung und Einzelcoachings von Mentoren.

  • Employer Branding
    Wasserwerk Am Staad (Quelle: Wasserwerke Düsseldorf)

    Mit Blick auf die stetig sinkende Anzahl qualifizierter Fachkräfte und wachsenden Ansprüchen der Betriebe an ihre Bewerber entwickelt sich die Rekrutierung von geeigneten Auszubildenden und Arbeitnehmern zu einem branchenübergreifenden Wettbewerb. Kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Aufmerksamkeit einer begrenzten Anzahl geeigneter Bewerber auf den eigenen Betrieb zu lenken und aufgrund der eigenen Vorzüge neben anderen Wettbewerben zu bestehen.

    Daher wird für die Gewinnung wie auch langfristige Bindung von Arbeitnehmern Employer Branding auch für Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft immer wichtiger.

    Mit gezieltem Employer Branding stärken Sie die Marke Ihres Unternehmens nach außen und steigern gleichermaßen Ihre Attraktivität für potenzielle Auszubildende und Arbeitnehmer.

    • Erfahren Sie, wie Employer Branding funktioniert und wie Sie es als Methode zur Fachkräftegewinnung für Ihren Betrieb nutzen können.
    • Orientieren Sie sich am Beispiel der Stadtwerke Düsseldorf und erstellen Sie ein erfolgreiches und effizientes Employer Branding-Konzept.